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Donnerstag, 10. November 2022

Karl Sprich. Von einem, der sitzen blieb.

Karl Sprich
(*19.09.1907 †26.08.1958)

Mein Großvater Karl Sprich war keine Person des öffentlichen Lebens. Keiner, von dessen Leistungen etwas in der Zeitung stand. Und sicherlich auch kein Held. Dennoch werde ich meinen Kindern gerne von ihm erzählen. Davon, wie er sitzen blieb, als alle aufstanden. 

Montag, 23. Oktober 2017

Oktoberrevolution, Lebensreform und Jesus: Geistige Entwicklungen in einer Familie


Hermann Winter (1871 - 1952)
mit Schwiegermutter Eva Waldowsky
Geschichtliche Ereignisse können nicht nur Lebensläufe ändern, sondern sich auf ganze Familiengeschichten auswirken. Das war auch in der Familie Sprich der Fall. Ein einschneidendes historisches Ereignis für unsere Familie war die Oktoberrevolution im Jahr 1917.


Hermann Winter: Sozialistisches Karriereende und Hinwendung zum Sozialismus

Mein Urgroßvater Hermann Theodor Wilhelm Winter wurde am 4. Mai 1871 in St. Petersburg geboren. Er besuchte dort die deutsche Schule der evangelisch-lutherischen St. Petri-Gemeinde in St. Petersburg. Als Staatsangehöriger des Königreich Preußen leistete er von 1891 bis 1893 Wehrdienst in Dresden beim 2. Königlich Sächsischen Grenadierregiment Kaiser Wilhelm. Wie seine Vorfahren, die einige Generationen zuvor aus Deutschland nach Russland übergesiedelt waren, war auch Hermann Uhrmachermeister, allerdings war er kaufmännisch tätig.

Freitag, 23. Dezember 2016

Tradition und Liberalismus in der Globalisierung


F. A. von Hayek: »rules as tools«
Die Förderung der Kulturellen Evolution ist eine ordnungspolitische Gestaltungsaufgabe


Müssen die alten Zöpfe ab?

Freiheitsfreunde hassen Zwang. Auch den Zwang durch traditionelle Bindungen. Denn wahre Freiheit, das ist die Abwesenheit von Zwang. In dieser Sichtweise erscheinen Traditionen als Einschränkung oder sogar als Zwang. Das Ablegen alter Zöpfe kommt also einem Befreiungsschlag gleich, sollte man meinen.

Samstag, 4. April 2015

Hayek: Hirnforschung für eine freie Gesellschaft

Die Basis der Freiheit ist ein realistisches Menschenbild
Friedrich August von Hayek -
einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus

Für Liberale ist der Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus. Weniger bekannt sind seine Leistungen auf dem Gebiet der Theoretischen Psychologie und der Erkenntnistheorie. Seine Überlegungen auf diesem Gebiet brachte er 1952 in „The Sensory Order – An Inquiry into the Foundations of Theoretical Psychology“ zu Papier. Darin beschreibt er die Funktionsweise des Gehirns. Diese Arbeiten sind ein Fundament seines ökonomischen und politischen Denkens. In „Economics and Knowledge“ zeigt er, wie sich ein wirtschaftliches Gleichgewicht auf Märkten durch Lernprozesse der Marktteilnehmer einstellt. In „The Use of Knowledge in Society“ beschreibt er, dass eine Wirtschaftsordnung nur nützlich ist, wenn sie das verstreute Wissen der Bürger nutzbar machen kann. Das Wissensproblem stand auch im Mittelpunkt seiner Nobelpreisrede mit dem Titel „Die Anmaßung von Wissen“.

Montag, 20. Mai 2013

Ein nachhaltiger Staat braucht intakte Familien

Immer weniger Menschen leben in Familien. Früher war Familie der Ort sozialer Sicherheit, diese Funktion hat der Wohlfahrtsstaat eingenommen. Durch Verschuldung und demographischen Wandel wird der Staat zunehmend handlungsunfähgig. Der Weg zu einem nachhaltigen Staat führt nur über die Stärkung der Familie.

Noch im Jahr 1996 lebten 57 Prozent der Deutschen in Familien. Im Jahr 2011 waren es nicht mal mehr die Hälfte (49 Prozent). Das teilte das Statistische Bundesamt anläßlich des Familientages am 15. Mai 2013 mit. Besonders dramatisch fiel der Rückgang in diesen 15 Jahren in Ostdeutschland aus (-15 Prozentpunkte), aber auch im Westen schreitet die Vereinsamung voran (-5 Prozentpunkte).

Dienstag, 23. Oktober 2012

Vereinsamung im Wohlfahrtsstaat

Die Vereinsamung in Deutschland nimmt zu. Handelt es sich dabei um ein Versagen des Kapitalismus? Der Sozialstaat zersetzt soziale Bindungen, unzählige Menschen werden die soziale Kälte des Wohlfahrtsstaates in Altenheimen erleben müssen. Mit „Katallaxie“ beschrieb Hayek die Kultivierung sozialer Bindungen im Kapitalismus. Der Kampf gegen Vereinsamung muss beim Wohlfahrtsstaat anfangen.

Vereinsamung in Deutschland – Versagen des Kapitalismus?

Gott will, dass der Mensch
nicht allein ist
Heute können wir uns über Internet, soziale Netzwerke und Handys intensiver austauschen als jemals zuvor. Wir können Kontakte zu Jugendfreunde, Kommilitonen und Verwandten global pflegen und ausbauen. Doch diese Kontakte sind oft sehr oberflächlich. Totz mehrerer hundert Facebook-Freunde können wir einsam sein. Wenn wir nicht einsam sein wollen, brauchen wir nicht nur Informationen über Menschen, sondern belastbare soziale Bindungen. Wir brauchen nicht nur Menschen, die uns zuhören und verstehen, sondern auch solche, denen wir etwas wert sind, die letztlich auch Opfer für uns bringen. Und solche festen, sozialen Strukturen werden seltener, die Deutschen vereinsamen regelrecht. So lebt in unserem Land schon jeder Fünfte allein, noch nie waren es mehr als heute. Seit 1970 ist der Anteil der Ein-Personen-Haushalte von 26% auf rund 40% gewachsen. Auch hat sich der Anteil der Ehescheidungen seit 1970 fast verdreifacht. In der EU leben nur die Schweden noch vereinsamter als wir.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Eine freie Welt braucht einen kulturellen Liberalismus

Der aktuelle Beschneidungsfall ist nur eines von vielen aktuellen Bespiel für einen scheinbaren Konflikt zwischen Religion und liberalem Rechtsstaat. Freiheit bedeutet aber auch, bestimmte Freiheitsrechte aus Glaubensgründen nicht nutzen zu wollen. Notwendig ist nicht ein Kulturkampf, sondern ein „Kulturellen Liberalismus“, der die Vielfalt der Glaubensüberzeugungen anerkennt und schützt.

Das Landgericht Köln hat am 7. Mai 2012 in zweiter Instanz die Beschneidung eines vierjährigen Jungen aus religiösen Gründen als eine Körperverletzung und damit für strafbar erklärt (Az. 151 Ns 169/11). Im Judentum gilt die Beschneidung neugeborener Jungen im Alter von acht Tagen als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen. So heißt es in 1. Mose 17,10f: „Alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden; und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch.“ In der Öffentlichkeit entbrannte eine Debatte über die Abwägung zwischen Religionsfreiheit und anderen Rechtsgütern in einem freiheitlichen Rechtsstaat. Neben dem Zentralrat der Juden und dem Zentralrat der Muslime reagierten auch die großen Kirchenorganisationen mit Empörung. Darf ein freiheitlicher Staat das Recht auf Religionsfreiheit oder die Ausübung religiöser Gepflogenheiten einschränken? Der oben erwähnte Fall ist aber nur eines von vielen aktuellen Beispielen für religiös motivierte Handlungs- und Denkweisen, die zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen werden. Mit dem Fortschreiten der Globalisierung und der Migrationsbewegungen werden solche Debatten aber wohl immer häufiger auftreten, da unterschiedliche Kulturen immer näher zusammen rücken. Die Errungenschaften des modernen, demokratischen Rechtsstaats erscheinen dabei in einem Spannungsverhältnis zu Glauben und Tradition. Extreme Beispiele auf diesem Feld sind sicher Ehrenmorde und Zwangsehen.  Aber auch das Schächten von Tieren oder die Abwehrhaltung religiöser Gruppen gegen Evolutions- oder Sportunterricht fallen in diese Kategorie. Europaweit ist ein Streit um das Tragen von Kopftüchern entbrannt. Auch religiöse Sichtweisen werden zunehmend kritisiert, etwa Denkweisen zu Homosexualität, zu Kindererziehung oder zur Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft können hier eingeordnet werden. Auch der aktuelle „Kulturkampf“ um das Betreuungsgeld veranschaulicht den Konflikt

Sonntag, 30. Oktober 2011

Liberalismus: Integrationsprogramm mit Tradition und Zukunft


Der Liberalismus kann verstanden werden als Integrationsprogramm. Integrationsfeinde sind Umverteilung und kulturelle Hochmut. Der Liberalismus hilft nicht nur bei der Lösung der Integrationsprobleme, sondern auch bei der Bewältigung der Globalisierung.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Soziale Massenvernichtungswaffen als Ursache der Schuldenkrise


Seit Jahrzehnten wachsen die Staatshaushalte, besonders die Umverteilungssysteme. Hier entstehen Defizite und Schulden, die Belastung steigt mit dem demografischen Wandel. Der Wohlfahrtsstaat entpuppt sich als soziale Massenvernichtungswaffe. Die Waffen müssen abgebaut werden, Kernelement sozialer Nachhaltigkeit ist die Familie.

Donnerstag, 11. August 2011

Familie oder Beruf: Deutschland ist das kinderärmste Land Europas


Nach einer neuen Studie ist Deutschland das kinderärmste Land Europas. Die Entscheidung für Kinder hängt stärker ab von der Einstellung zum Leben als vom verfügbaren Einkommen. Familienpolitische Instrumente wie das Elterngeld oder der Kita-Ausbau weisen in die falsche Richtung. Es geht darum, die Familie zu stärken und zwischen Wohlstand und Kinderwunsch abzuwägen.


Samstag, 6. August 2011

Die Frauenquote: Kein Beitrag zu Wohlstand und Freiheit


In Teilen Europas gibt es bereits bindende Frauenquoten für private Unternehmen. Auch in Deutschland wird darüber diskutiert. Eine Studie weist auf die Effizienzverluste von Unternehmen hin. Darüber hinaus entsteht Schaden durch die Aushöhlung der Freiheit.