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Mittwoch, 2. November 2022

Das Inflationsgespenst - wie uns Geld das Fürchten lehrt

Wenn Thomas Mayer ein Buch über die Weltgeschichte von Geld und Wert vorlegt, sollte man hellhörig werden. Denn der 1954 geborene Ökonom war in seinem Berufsleben stets dort zuhause, wo über Geld und Wert entschieden wird. Seine Laufbahn führt an die Orte, an denen Geldgeschichte geschrieben wird. Ob beim Internationalen Währungsfonds in New York, bei Godman Sachs in der Finanzmetropole London, bei der Deutschen Bank in Frankfurt oder bei Flossbach von Storch, einem der größten privaten Vermögensverwalter Deutschlands.

 

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Vom Pathos der Freiheit ohne Gott

1954 wurde in der CDU manches nicht nur klar gesehen, sondern auch klar gesagt:

"Das Wesentliche ist aber, dass es vom Geist der Französischen Revolution her keine Begrenzung dieser Freiheit durch eine über dem Menschen stehende absolute Größe gibt. Gott hat in diesem Weltbild keine Funktion. ... Der Hitlerstaat ist ebenso wie der Kommunismus ein legitimes Kind der Französischen Revolution, so sehr auch das Pathos der Freiheit gegen diese Erkenntnis stehen mag." 
(Starker Beifall.)
Dr. Hermann Ludwig Ehlers
Präsident des Deutschen Bundestages (1950-1954)
5. CDU-Bundesparteitag 1954

Diese Einsicht ist gerade heute wichtig. Persönliche Freiheit ist wichtig, gut und fruchtbar für unser Land. Aber wo sie Gott aus dem Blick verliert, wirkt sie verheerend.

 

Sonntag, 24. Februar 2019

Schweizer Außensicht auf Wahn und Sinn des Brexit

Gerald Hosp zum Brexit
Als Abschluss seiner Korrespondententätigkeit in London für die Neue Züricher Zeitung legte Gerald Hosp im Oktober 2018 sein Buch "Brexit: zwischen Wahn und Sinn. Eine Klippe für Großbritannien und Europa" vor. In dem Buch skizziert der Eidgenosse, wie es zum Brexit kommen konnte, wie die Brexit-Verhandlungen verlaufen sind und wie das künftige Verhältnis des Inselstaates zur EU aussehen könnte.

Freitag, 23. September 2016

Die AfD. Bekämpfen, ignorieren - oder kooperieren?

Am 5. September 2016 erschien im Kellner Verlag der Sammelband "AfD - Bekämpfen oder ignorieren? Intelligente Argumente von 14 Demokraten". Das war der Montag, nachdem die AfD in Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent der Stimmen holte. Seit dem konnten sich die Blauen auch in Berlin als parlamentarische Kraft etablieren. In diesem Buch geben viele prominente Autoren zur richtigen Zeit Hinweise zum Umgang mit der neuen politischen Kraft. 

Dieses Buch will ich mir ansehen. Mich interessiert aber nur das Thema, das der Titel der Buches ankündigt, die Optionen im Umgang mit der AfD. Die Kategorien "Bekämpfen oder ignorieren", wie der Buchtitel dies vorschlägt, eignen sich allerdings nicht besonders gut als Raster zur Beurteilung der vorgestellten Standpunkte. Denn alle 14 Autoren wollen die AfD bekämpfen. Unterschiede ergeben sich höchstens in der Wahl der besten Mittel für diesen Kampf. Sinnvoller scheinen mir Kategorien wie ignorieren, auseinandersetzen und kooperieren.

Donnerstag, 26. November 2015

Bismarck und Wilhelm I. über Glauben, Sünde und Jesus

Bismarck und Wilhelm I.
Otto von Bismarck im Gespräch mit dem späteren Kaiser Wilhelm I. 1853:

Bismarck: ›Was denken Ew. K.H. sich unter einem Pietisten?‹ 

König: ›Einen Menschen, der in der Religion heuchelt, um Karriere zu machen.‹

Bismarck: ›… Im heutigen Sprachgebrauch versteht man unter einem Pietisten etwas andres,