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Freitag, 23. Dezember 2016

Tradition und Liberalismus in der Globalisierung


F. A. von Hayek: »rules as tools«
Die Förderung der Kulturellen Evolution ist eine ordnungspolitische Gestaltungsaufgabe


Müssen die alten Zöpfe ab?

Freiheitsfreunde hassen Zwang. Auch den Zwang durch traditionelle Bindungen. Denn wahre Freiheit, das ist die Abwesenheit von Zwang. In dieser Sichtweise erscheinen Traditionen als Einschränkung oder sogar als Zwang. Das Ablegen alter Zöpfe kommt also einem Befreiungsschlag gleich, sollte man meinen.

Samstag, 4. April 2015

Hayek: Hirnforschung für eine freie Gesellschaft

Die Basis der Freiheit ist ein realistisches Menschenbild
Friedrich August von Hayek -
einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus

Für Liberale ist der Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus. Weniger bekannt sind seine Leistungen auf dem Gebiet der Theoretischen Psychologie und der Erkenntnistheorie. Seine Überlegungen auf diesem Gebiet brachte er 1952 in „The Sensory Order – An Inquiry into the Foundations of Theoretical Psychology“ zu Papier. Darin beschreibt er die Funktionsweise des Gehirns. Diese Arbeiten sind ein Fundament seines ökonomischen und politischen Denkens. In „Economics and Knowledge“ zeigt er, wie sich ein wirtschaftliches Gleichgewicht auf Märkten durch Lernprozesse der Marktteilnehmer einstellt. In „The Use of Knowledge in Society“ beschreibt er, dass eine Wirtschaftsordnung nur nützlich ist, wenn sie das verstreute Wissen der Bürger nutzbar machen kann. Das Wissensproblem stand auch im Mittelpunkt seiner Nobelpreisrede mit dem Titel „Die Anmaßung von Wissen“.

Samstag, 17. Dezember 2011

Interview zur Erkenntnistheorie Hayeks mit Michael Blume

Sprich, Christoph (2008)
Vor zwei Monaten hatte der Religionswissenschaftler Michael Blume meine Dissertation "Hayeks Kritik an der Rationalitätsannahme" auf seinem Wissenschaftsblog bei Spektrum der Wissenschaft rezensiert. Daraus ergab sich ein Dialog zwischen einem Ökonomen und einem Religionswissenschaftler, den wir in zwei Web-Interviews verdichten werden.

Zunächst erscheinen die Fragen, die Blume an mich hatte (hier nur ein Auszug):


1. Dr. Sprich, in Ihrer meines Erachtens hervorragenden Dissertation setzen Sie sich mit den Rationalitätsannahmen der Homo oeconomicus-Ökonomen und der evolutionären Alternative von Friedrich August von Hayek auseinander. Könnten Sie uns den Rationalitätsbegriff der Homo oeconomicus-Modelle kurz umreißen?

Ökonomen wollen begreifen, wie Volkswirtschaften funktionieren, und sie wollen etwas darüber aussagen, wie sie funktionieren. Dazu stellen sie sich zunächst vor, wie sich einzelne Menschen in bestimmten Situationen verhalten. Auf dieser Grundlage werden dann Theorien über ganze Volkswirtschaften gebildet. Der Ökonom muss also etwas über das Verhalten von Menschen aussagen können, und das ist bekanntlich keine einfache Sache. Denn jeder Mensch ist für sich genommen ein sehr komplexes System. Eine Volkswirtschaft besteht aus vielen Menschen, dadurch wird die Komplexität noch größer.

Montag, 10. Oktober 2011

Rezension meiner Doktorarbeit von Michael Blume auf SciLogs.de

Der Religionswissenschaftler Michael Blume hat meine Doktorarbeit auf dem Wissenschaftsblog SciLogs (Verlag Spektrum der Wissenschaft) rezensiert. Über das Feedback zu der Arbeit "Hayeks Kritik an der Rationalitätsannahme und seine alternative Konzeption" habe ich mich sehr gefreut.

Sonntag, 25. September 2011

Die freiheitliche Botschaft des Papstes an den Deutschen Bundestag


Politiker haben die Aufgabe, Gut und Böse zu unterscheiden. Das Christentum ist kein politisches System. Positivismus gefährdet die "Ökologie des Menschen" und die liberale Gesellschaftsordnung. Die Werte der Freiheit sind Gottglauben, Vernunft und Rechtsdenken.

Freitag, 7. August 2009

Der unbekannte Hayek: der Erkenntnistheoretiker


Das Wissensproblem ist das große Thema im Lebenswerk von Friedrich August von Hayek. Als Ökonom ging es ihm nicht darum, wie fiktive Akteure auf fiktiven Gütermärkten die Allokation verbessern können.
Hayek setzte sich vielmehr mit der Frage auseinander, welche Ordnungsbedingungen den Menschen die bestmögliche Nutzung ihres Wissens und Könnens ermöglichen. Die wissensorientierte Betrachtung ordnungs- und sozialpolitischer Fragestellungen zieht sich durch sein gesamtes Lebenswerk. Seine erkenntniszentrierte Herangehensweise erklärt sich dabei vor allem aus der intensiven Beschäftigung mit erkenntnistheoretischen und psychologischen Fragestellungen zu Beginn seiner akademischen Laufbahn. Dieser „frühe Hayek“ ist vergleichsweise unbekannt.