Die Inflation bewegt und gefährdet Deutschland
100 Jahre nach der Hyperinflation von 1923 fürchten sich die Deutschen wieder vor nichts mehr als vor der Inflation. Kein Phänomen unserer Zeit bereitet mehr Sorgenfalten, keine Entwicklung treibt den Menschen mehr Schweißperlen auf die Stirn. Anfang 2023 gaben 31 Prozent der befragten Deutschen an, sich persönlich am meisten vor der Inflation zu fürchten – erheblich mehr als vor Krieg (Platz 2 mit 25%) oder dem Klimawandel (Platz 3 mit 9%). Am stärksten beunruhigt die Inflation dabei die Generation der Verantwortungsträger (40 bis 49 Jahre), während sich vor Kriegen eher die ältere Generation (60 bis 69 Jahre) und vor dem Klimawandel vor allem die jüngere Generation (18 bis 29 Jahre) fürchtet. Am stärksten ausgeprägt ist die Angst vor der Geldentwertung bei den Geringverdienern mit einem schmalen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro pro Monat. Die Ängste vor Krieg und Klimawandel sind am deutlichsten ausgeprägt bei wohlhabenderen Menschen mit einem Haushaltseinkommen ab 4.000 Euro pro Monat und erscheinen damit fast als Luxusprobleme (INSA-CONSULERE Januar 2023).




