Der Staat setzt die Regeln für die Wirtschaft, greift
aber selbst nicht in das Wirtschaftsgeschehen ein. Außerdem behindert er
die Bürger nicht durch übermäßige Steuerlast. Das klingt nach
ordnungspolitischen Prinzipien à la Walter Eucken oder Friedrich August
von Hayek. Doch im Grundsatz sind diese Leitlinien für eine
prosperierende Wirtschaft keine Erfindungen von neoliberale Denkern des
20. Jahrhunderts, sondern biblische Prinzipien. So heißt es im Buch der
Sprüche:
„Durch das Recht bewahrt ein König sein Land,
durch hohe Steuern richtet er es zugrunde.“
(Sprüche 29,4)
Auch
heute tut die Politik gut daran, sich an die reine Lehre der
Ordnungspolitik zu halten. Niedrige Steuern und ein schlanker Staat, der
sich auf Recht und Gesetz fokussiert, bewahren ein Land. Nicht nur zu
biblischer Zeit und nicht nur im Wirtschaftswunder, sondern auch in
Zeiten des globalen Systemwettbewerbs mit anderen Wirtschaftsordnungen.
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