![]() |
| Brandenburger Tor: Wahrzeichen der Wiedervereinigung. ® Thomas Wolf foto-tw.de |
»Lass die Menschen nicht zu mächtig werden!«
Psalm 9,20
Schon häufig wollten die Menschen, besoffen von ihrer eigenen Schaffenskraft und Macht, über den Himmel hinaus wachsen. Schon in der ganz frühen Geschichte. In Babylon wollte man einen Turm zum Himmel bauen und sich in der Welt einen großen Namen machen. Doch die Menschen mussten den Zorn Gottes zu spüren bekommen und erfahren, dass selbst die größten Leistungen keinen Bestand haben ohne den Segen dessen, der das Universum erschaffen hat.
Seit dieser Zeit hat sich Gott nicht verändert. Immer wieder wollten die Menschen über Gott hinaus wachsen. Im Nationalsozialismums setzte man beim Streben nach Macht auf die Kraft des deutschen Volkes - um sich erst in den Trümmern wieder an die Kraft Gottes zu erinnern. Oder im real existierenden Sozialismus. In der neuen Weltordnng sollte Gott keine Rolle spielen. Religion, Familie und Privateigentum mussten der Gestaltungsmacht des Menschen weichen. Es war kein Zufall, dass der Widerspruch gegen die herrschende Ordnung maßgeblich von den Kirchen ausging. Mit dem Fall der Mauer 1989 und der Wiedervereinigung 1990 fand dieser Spuk auf deutschem Boden ein jähes Ende.
Die deutsche Einheit ist ein Tag der Dankbarkeit. Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland sind ein hohes Gut und ein großer Segen für unser deutsches Vaterland. Aber diese Einheit ist auch eine strenge Mahnung für unsere Zukunft, Schaffenskraft und Gestaltungsmacht nicht selbstgefällig und ohne Bezug auf Gott einzusetzen. Gott wird darauf achten, dass wir Menschen nicht zu mächtig werden. Aber Gott ist eine feste Burg für die Völker, die auf ihn vertrauen, auch in den Stürmen der Globalisierung und des globalen Sytemwettbewerbs. Ich wünsche uns allen zum heutigen Nationalfeiertag Einigkeit und Recht und Freiheit, aber vor allem den Segen Gottes für Deutschland.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen