Donnerstag, 24. Dezember 2020

Außenwirtschaftlicher Weihnachtsgruß 2020

Das Außenwirtschaftsjahr begann
mit schlechter Botschaft aus Wuhan:
Ein neuer Virus, nur ganz klein,
drückt Chinas Wirtschaft, wie gemein.
Doch ach, man verstand schon bald:
SARS macht nicht an der Grenze halt.
Denn die globalisierte Welt
bringt nicht nur das, was uns gefällt.

 

Es stellten sich gleich Handelsfragen,
ob Politiker wohl richtig lagen.
So ging sogleich der Schlagbaum runter
für alles was macht Kranke munter.
Man schloss sich ein auch anderswo -
die Wirtschaft war nur mäßig froh.
Und welche Branche ist heut‘ wichtig?
Wann ist Produktion zu Hause richtig?
Und welche Macht will nur investieren
damit Unternehmen recht parieren?

Was Covid nun ändert oder nicht,
ob die Lieferkette hält, ob bricht,
ob man den Lockdown wohl durchsteht -
die Handelswelt sich weiter dreht!
Diese Wahrheit, die tut weh,
denk‘ nur an RCEP:
Der Asiat macht ganze Sachen -
kann über Mercosur nur lachen.

Andersrum hat SARS auch Nutzen,
wenn es hilft, das Weltbild putzen:
Die Welt ist groß und wir sind klein –
wie stark muss da Europa sein!
Lieferketten sind global -
da hat auch Politik keine Wahl!
Resilienz, die ist sehr wichtig -
erst Offenheit schenkt sie uns richtig!
Und zuletzt lehrt auch dies‘ Jahr
(dem BDI war es längst klar):
Ob Beatmung, Vakzin, Pharmazie -
Zielerreichung heißt "Industrie"!

Die Erkenntnis, ja, die ist gut.
Doch das Folgehandeln fordert Mut:
Globalisierung genau zu beseh‘n
ist nötig, um sie durchzusteh'n!
Weil allein wir sind zu klein
muss Europa einig sein;
autonom und resilient
damit uns niemand überrennt!
Transatlantisch eng verbunden
und zu haben Chinakunden!
Und lasst uns weiter deutlich sagen:
Es ist gut, Freihandel zu wagen!

Der Arbeit ist viel, der Wandel uns hetzt,
der Wettbewerb drängt und Covid verletzt.
Doch das Vakzin ist da, schützt uns vor Frust,
vor Trübsal, Bedrückung und Sinnverlust.
Der Impfstoff heißt Liebe, erschienen im Stall,
geschenkt für Menschen als Schutz vor dem Fall.
So lasst uns in seine Liebe versenken
und nicht mehr an die Arbeit denken.

(Christoph Sprich)

Einen musikalischen Weihnachtsgruß gibt es außerdem hier.
 
 
 

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