Samstag, 24. Dezember 2016

Außenwirtschaftlicher Weihnachtsgruß 2016

Als dies alte Jahr begann
kam der Handel gut voran.
Im Frühjahr durfte man noch hoffen:
Bald sind viele Grenzen offen.





Handel wollte man mit Vietnam,
an CETA schien man nahe dran.
Obama wurd‘ mit Asien einig,
der Weg zu TTIP war sichtbar – obwohl steinig.

Doch wen die globale Wirtschaft kümmert
kennt dies Gesetz, das nichts zertrümmert:
Wer auf offene Grenzen hofft
hat schöne Träume – doch irrt er oft.

Brexit – Mensch, war das ein Schock.
Bei CETA hieß es erst mal: Stopp!
Der Donald schmäht den freien Handel –
wer braucht denn überhaupt noch Wandel?
Und Kapital – das Wohlstandselixier –
scheint nur noch lieb, kommt es von hier.

Angst und Nörgeln kam in Mode.
Was Länder stark und freundlich macht
wird nunmehr dümmlich ausgelacht,
der Freiheit wünscht man tausend Tode.

Doch Industrie lässt sich nicht dämpfen
für ihre Werte hart zu kämpfen:
Offenheit für Zukunftsfragen.
Mit Fleiß Probleme wegzujagen.
Durch großen Einsatz Neues wagen.
Und laut die Meinung mal zu sagen.

Vor des neuen Jahrs Gefecht
ist es aber mehr als recht
erst einmal gut nachzusinnen
was da liegt im Stroh darinnen:
Gott wurde Mensch – oh welch Erbarmen,
tief neigt der Himmel sich zu Armen.

Dies Kind macht Mut – wer soll verzagen?
Nein, wir dürfen Zukunft wagen.
Wir können hoffen, ich setz was drauf:
Auch 2017 macht man Grenzen auf!

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