Der Bundestag hat heute, am 9. November 2012, das Betreuungsgeld eingeführt. Das familienpolitische Instrument sollen ab August 2013 Eltern erhalten, die ihre Kleinkinder selbst erziehen. Mit dieser Maßnahme hat die christlich-liberale Koalition sowohl christlich als auch liberal entschieden.
Sie hat eine christliche Entscheidung getroffen, weil sie der biblischen Vorstellung von Kindererziehung entgegenkommt. Paulus schreibt an die Christen „Zieht sie (die Kinder) auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn" (Eph 6,4) - und nicht etwa „Lasst sie erziehen". Die Entscheidung ist liberal, weil sie ein Signal ist gegen die fortschreitende Kollektivierung der Kindererziehung. Denn ein Staat, der einseitig die kollektive Erziehung fördert, beschädigt die Institution der Familie, die Grundlage einer freiheitlichen Gesellschaft und Bollwerk gegen einen übermächtigen Staat ist.
Noch christlicher und noch liberaler wäre natürlich ein Verzicht auf das Betreuungsgeld bei gleichzeitiger Streichung der Kitas-Förderung gewesen. In diese Richtung wird die Entwicklung auch mehr und mehr gehen, unabhängig von den demokratischen Mehrheiten. Die Rückkehr zur Familie wird kommen, je mehr der Transferstaat angesichts Überschuldung und demografischem Niedergang an seiner Grenzen stößt.
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