Mittwoch, 19. Januar 2011
Englisches Gericht urteilt gegen Privateigentum
Ein Gericht in England hat christliche Hoteliers verurteilt. Das Ehepaar hatte sich geweigert, ein Doppelzimmer an ein unverheiratetes homosexuelles Paar zu vermieten. Die Institution des Privateigentums kommt in Europa zunehmend unter Druck.
Privateigentum ist traditionell der Garant für die Freiheit des Individuums. Die Institution Privateigentum ist die Demarkationslinie zwischen Privat und Staat. Diese Verteidigungslinie der Freiheit kommt aber immer mehr unter Druck, wie ein aktuelles Urteil aus England zeigt.
Ein christliches Hoteliersehepaar hatte sich geweigert, ihre Zimmer an unverheiratete Paare zu vermieten - und wurde dafür verurteilt. Das Paar hatte ein Doppelzimmer nicht an ein unverheiratetes homosequelles Paar vermietet. Ein Gericht in Bristol verurteilte das Paar am 18. Januar zu jeweils 4 270 Euro Schadensersatz (Ideaspektrum 19.01.11).
Man kann zur Ehe und auch zu Homosexualität stehen, wie man will. Ich hätte kein Problem damit, wenn ein homosexueller Hotelier seine Zimmer nicht an jeden vermieten wollte - etwa nicht an fundamentalistische christliche Ehepaare. Fakt ist aber: den Menschen in Europa wird es immer schwerer gemacht, ihre eigenen Werte in den Grenzen des eigenen Besitzes zu verwirklichen, besonders, wenn diese nicht den Werten des Staates entsprechen. Dadurch wird nicht nur die Freiheit (hier die Religionsfreiheit) eingeschränkt und Vielfalt eingeebnet. Letztlich werden auch Anreize genommen, überhaupt Privateigentum zu schaffen. Mit dem Kapital schwindet so aber auch zunehmend die Grundlage für Freiheit und Wohlstand.
Dieser Artikel erschien am 18.01.11 auf FreieWelt.net
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