Freitag, 23. September 2016

Die AfD. Bekämpfen,ignorieren - oder kooperieren?

Am 5. September 2016 erschien im Kellner Verlag der Sammelband "AfD - Bekämpfen oder ignorieren? Intelligente Argumente von 14 Demokraten". Das war der Montag, nachdem die AfD in Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent der Stimmen holte. Seit dem konnten sich die Blauen auch in Berlin als parlamentarische Kraft etablieren. In diesem Buch geben viele prominente Autoren zur richtigen Zeit Hinweise zum Umgang mit der neuen politischen Kraft. 

Dieses Buch will ich mir ansehen. Mich interessiert aber nur das Thema, das der Titel der Buches ankündigt, die Optionen im Umgang mit der AfD. Die Kategorien "Bekämpfen oder ignorieren", wie der Buchtitel dies vorschlägt, eignen sich allerdings nicht besonders gut als Raster zur Beurteilung der vorgestellten Standpunkte. Denn alle 14 Autoren wollen die AfD bekämpfen. Unterschiede ergeben sich höchstens in der Wahl der besten Mittel für diesen Kampf. Sinnvoller scheinen mir Kategorien wie ignorieren, auseinandersetzen und kooperieren.

Samstag, 2. Juli 2016

Elternhaus in Eichstetten 1948

Schöne Erinnerung an Kindheit, Jugend, Heimat und das schönste Dorf der Welt: Mein Elternhaus in Eichstetten am Kaiserstuhl. Hier im Jahr 1948, festgehalten vom Heimatmaler Vöglin. Heute sieht es dort noch hübscher aus als damals...

Donnerstag, 26. November 2015

Bismarck und Wilhelm I. über Glauben, Sünde und Jesus

Bismarck und Wilhelm I.
Otto von Bismarck im Gespräch mit dem späteren Kaiser Wilhelm I. 1853:

Bismarck: ›Was denken Ew. K.H. sich unter einem Pietisten?‹ 

König: ›Einen Menschen, der in der Religion heuchelt, um Karriere zu machen.‹

Bismarck: ›… Im heutigen Sprachgebrauch versteht man unter einem Pietisten etwas andres,

Montag, 9. November 2015

Karl Sprich. Von einem, der sitzen blieb

Karl Sprich (19.09.1907 - 26.08.1958)
Mein Großvater Karl Sprich, geboren am 19. September 1907 in Eichstetten am Kaiserstuhl. Eigentlich kein besonderer Mann, arbeitete in der Landwirtschaft und als Bauhilfsarbeiter an der Errichtung von Kriegsinfrastruktur. In Eichstetten in Erinnerung geblieben als Dorfmusikant. Und in der Familie als Sitzenbleiber.

Donnerstag, 3. September 2015

Gesprächsabend bei der Hayek-Gesellschaft: »Liberalismus, Konservatismus und Hayek«

Am Mittwoch, den 2. September 2015 begannen zum Ende der Sommerpause wieder Vortragsabende der Friedrich August v. Hayek-Gesellschaft e. V. im Hayek-Club-Büro in Berlin. Das Thema dieses ersten Vortrags war »Liberalismus, Konservatismus und Hayek«. 

Friedrich August von Hayek.
Politisch liberal. Wertekonservativ.
Vortragender des Abends war Prof. Dr. Gerd Habermann, Sekretär der Hayek-Gesellschaft. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der viele Teilnehmer ihre Mitgliedschaft in der FDP anführten, ging Herr Habermann auf das Verhältnis von Liberalismus und Konservatismus ein. Während der Liberalismus französischer Prägung an die Konstruierbarkeit gesellschaftlicher Strukturen glaube, betrachte der Liberalismus angelsächsischer Prägung Institutionen, Werte und Sitten als Träger von historisch konserviertem Wissen. Habermann beschrieb Strukturkonservatismus als eine Haltung der Selbstverteidigung bestehender Einrichtungen auch mit gewaltsamen Mitteln.

Dienstag, 23. Juni 2015

Mut zur Wahrheit!

Persönliche Bemerkungen zu  meiner Unterschrift unter den offenen Brief der Mitglieder der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e. V. vom 20. Juni 2015.

Samstag, 13. Juni 2015

Die offene Flanke der Liberalen: »Freiheit«

Freiheit ist Abwesenheit von Zwang
Am 17. Mai 2015 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung der Beitrag »Die rechte Flanke der Liberalen«. Die dort getroffene Abgrenzung des Liberalismus läuft auf ein Verständnis von Freiheit hinaus, mit dem ich mich genauso wenig identifizieren kann wie mit nationalistischem Denken.

Samstag, 4. April 2015

Hayek: Hirnforschung für eine freie Gesellschaft

Die Basis der Freiheit ist ein realistisches Menschenbild
Friedrich August von Hayek -
einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus

Für Liberale ist der Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek einer der bedeutendsten Denker des Liberalismus. Weniger bekannt sind seine Leistungen auf dem Gebiet der Theoretischen Psychologie und der Erkenntnistheorie. Seine Überlegungen auf diesem Gebiet brachte er 1952 in „The Sensory Order – An Inquiry into the Foundations of Theoretical Psychology“ zu Papier. Darin beschreibt er die Funktionsweise des Gehirns. Diese Arbeiten sind ein Fundament seines ökonomischen und politischen Denkens. In „Economics and Knowledge“ zeigt er, wie sich ein wirtschaftliches Gleichgewicht auf Märkten durch Lernprozesse der Marktteilnehmer einstellt. In „The Use of Knowledge in Society“ beschreibt er, dass eine Wirtschaftsordnung nur nützlich ist, wenn sie das verstreute Wissen der Bürger nutzbar machen kann. Das Wissensproblem stand auch im Mittelpunkt seiner Nobelpreisrede mit dem Titel „Die Anmaßung von Wissen“.

Montag, 20. Mai 2013

Ein nachhaltiger Staat braucht intakte Familien

Immer weniger Menschen leben in Familien. Früher war Familie der Ort sozialer Sicherheit, diese Funktion hat der Wohlfahrtsstaat eingenommen. Durch Verschuldung und demographischen Wandel wird der Staat zunehmend handlungsunfähgig. Der Weg zu einem nachhaltigen Staat führt nur über die Stärkung der Familie.

Noch im Jahr 1996 lebten 57 Prozent der Deutschen in Familien. Im Jahr 2011 waren es nicht mal mehr die Hälfte (49 Prozent). Das teilte das Statistische Bundesamt anläßlich des Familientages am 15. Mai 2013 mit. Besonders dramatisch fiel der Rückgang in diesen 15 Jahren in Ostdeutschland aus (-15 Prozentpunkte), aber auch im Westen schreitet die Vereinsamung voran (-5 Prozentpunkte).

Mittwoch, 27. März 2013

Freiheit statt Kapitalismus? Sahra Wagenknecht und der Weg zur Knechtschaft

Sahra Wagenknecht und
der Weg zur Knechtschaft

Kurzbesprechung von Sahra Wagenknecht: "Freiheit statt Kapitalismus" (Eichborn Verlag), 365 S.

Privateigentum ist mehr als die Grundlage der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Privateigentum ist ein bewährter Schutz gegen totalitäre Herrschaft. Gerade vor diesem Hintergrund irritiert der Titel von Sahra Wagenknechts Buch „Freiheit statt Kapitalismus“.