Mittwoch, 18. Mai 2016

Pfingsten in Polen: Eine Lektion über Freiheit und Absonderung

Über Pfingsten besuchten wir eine christliche Familie in Polen. Es war ein kurzer, aber schöner Aufenthalt. Wir durften nicht nur eine bemerkenswerte und liebe Famillie, sondern auch unseren Herrn Jesus etwas besser kennen lernen. 
 
Mensch und Natur nach Gottes Plan
Wenn man vom Einfluß der Massenmedien und vom Trubel der Großstadt befreit ist, fällt es leichter, seine Sinne auf Gott auszurichten. Dazu hatten wir über Pfingsten einige Tage Gelegenheit. Zu Gast in Polen bei einer lieben und kinderreichen Familie, die ihr Leben ganz auf unseren gemeinsamen Herrn Jesus ausgerichtet hat. Kein Radio und keine Konservenmusik, auch nicht (wie Zuhause) morgens unter der Dusche. An Fernsehen war gar nicht zu denken, auch nicht - wie Zuhause - an eine gelegentliche DVD. Anstatt dessen begleiten in Polen Bibel, Gebete und Hausmusik durch den Tag. Und das auf hohem Niveau. Ich durfte wertvolle Belehrungen über Gottes Wort bekommen. Und einen Eindruck davon, wie schön es ist, wenn Kinder nicht nur große Freude an Musik haben, sondern auch ihre Instrumente perfekt beherrschen.

Die Einheit der Kirche mit Fleiß bewahren

Es gibt nur eine Kirche (Ekklesia): da ist "ein Leib", "ein Geist", "eine Hoffnung", "ein Herr", "ein Glaube", "eine Taufe" und "ein Gott" (Epheser 4,3f). Und natürlich nur ein Haupt, Christus. Wenn Gott uns mit Begabungen ausstattet, dann dazu, dass diese Einheit auferbaut wird, dass wir "hingelangen zu der Einheit des Glaubens" (V. 11). Dass wir nicht mehr "von jedem Wind der Lehre" umhergetrieben werden (V. 14). Deshalb möchte auch ich der Aufforderung des Paulus nachkommen und mich "befleißigen", die "Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens." (V. 3). Zur Ehre Christi, der für diese Einheit sein Leben gab. Indem ich in meinem Herzen niemandem von dieser Einheit ausschließe, der ein Kind Gottes ist - gleichgültig, in welcher Organisation er Mitglied ist. Aber auch, indem ich an der Wahrheit festhalte (V. 15) und keine "Winde der Lehre" (V. 14) toleriere, die die Sichtbarkeit dieser Einheit Schaden zufügen!

Freitag, 13. Mai 2016

Jesus statt Christentum

In Deutschland gibt es so viele Religionen. Keine langweilt mich so sehr wie das Christentum. Wenn wir Jesus als Erretter und Herrn kennen gelernt haben, dann interessiert nur er, und "ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung [Gemeinde, Kirche] in Christus Jesus auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin!" (Epheser 3,21). Er hat die Menschen frei gemacht und die Religionen überwunden. Sollte mich Jesus einmal langweilen, kann ich mich ja mal mit dem Christentum beschäftigen - es wird mir eine Mahnung sein, schnell wieder zu Jesus zu kommen!

Mittwoch, 11. Mai 2016

Jesus gibt uns weit mehr als die Welt

In dieser Welt gibt es so viel zu erreichen. Im Beruf. In der Familie. Wir können reisen und die Welt entdecken. Und wir können so richtig Spaß haben. Jesus aber beschenkte uns mit Segnungen, die weit größer sind als alles, was die Welt zu bieten hat! Er schenkt uns ewiges Leben. Wir dürfen Kinder Gottes sein, so dass uns nichts mehr von ihm trennt. Wir dürfen inneren Frieden haben, den die Welt nicht kennt. Er schenkt uns den Heiligen Geist, der uns sicher durch alle Situationen führt. Man würde nicht fertig damit, wenn man alle geistlichen Segnungen aufzählen wollte. Ich danke ihm, "der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus" (Epheser 1,3). Ich will festhalten und schon jetzt genießen, was ich nicht verlieren kann - und mir nicht allzu viel machen aus dem, was ich ohnehin loslassen muss.

Sonntag, 1. Mai 2016

Mit Jesus durch Schwachheit zum Sieg

Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir stark sein. Wirklich? Erst dort, wo wir schwach sind, kann Gottes ungegrenzte Kraft und Weisheit durch uns wirken. Und erst dann kommen wir seinen Zielen näher. Durch unsere Schwachheit, nicht durch unsere eigene Leistung, also allein durch seine Gnade. Deshalb konnte Jesus zu Paulus sagen "Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht." (2. Korinther 12,9). Und Jesus selbst hatte bewiesen, was Schwachheit vermag. Am Kreuz bewirkte seine Schwachheit den größten Sieg der Geschichte! Ich freue mich, dass wir uns heute beim Gedächtnismahl an seine Schwachheit erinnern dürfen.

Donnerstag, 21. April 2016

Geht aus ihrer Mitte hinaus - auch Jesus steht »außerhalb des Lagers«

Viele Christen leiden darunter, dass der Wille Jesu in ihren Gemeinden nicht ernst genommen wird. Das ist auch traurig, denn die Kirche gehört Jesus. Aber er will nicht, dass wir dieses Leid tragen! »Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen. ... Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab« (2. Korinther 6,14+17). Ja, es ist seine Kirche! Die ist aber dort, wo Christen seinen Willen tun - nicht in Vereinen, Systemen oder Kirchengebäuden. Die sind Produkte der Welt, und von dieser wurde Jesus verworfen und ans Kreuz gehängt. Wie viel Rücksicht wird dort wohl auf seine Nachfolger genommen werden? »Deshalb laßt uns zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend.« (Hebräer 13,13). Der Platz des Christen ist an der Seite seines Herrn - nicht unter dem Schutz weltlicher Strukturen. Nur außerhalb, seine Schmach tragend, sind wir bei ihm - und er bei uns!

Mittwoch, 20. April 2016

Das beste Geschäft des Lebens

Gott schenkt die Möglichkeit, ein neues Leben anzufangen. Wenn wir ihm unser altes Leben übergeben, können wir in Christus ein neues Leben beginnen. Ein vollständig neues Leben. »Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.« (2. Korinther 5,17). Ich danke meinem Herrn für den Neustart! Ich durfte ein wertloses Leben ohne Hoffnung aufgeben um ein neues Leben mit Zukunft und Hoffnung zu bekommen.

Samstag, 16. April 2016

Jesus auf dem Herzen haben als Botschaft an die Welt

Die Gläubigen in Korinth hatten dem Apostel Paulus eine Menge Sorgen bereitet. Doch das Evangelium hatte sie verändert. Durch die beharrliche Predigt des Apostels wurde Jesus durch die Korinther in der Welt sichtbar. Er konnte ihnen schreiben, »daß ihr ein Brief Christi seid,... geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens« (2. Korinther 3,3). Ich wünsche mir, dass auch mein Leben ein Brief von Jesus wäre. Nicht nur meine Worte. Es reicht nicht, das Evangelium zu kennen. Es muß auf unsere Herzen geschrieben sein, damit unser ganzes Leben ein Brief von Jesus an die Welt wird!

Dienstag, 12. April 2016

Christentum ohne Ewigkeit? Eine elende Vorstellung!

Der christliche Glaube ist kein politisches Programm. Auch verspricht er keine weltlichen Segnungen. Aber als Christen sind wir beschenkt mit geistlichen Segnungen, und zwar überreich. In Christus ist uns ewiges Leben in der Gegenwart Gottes geschenkt. Wenn wir im Christentum nur ein weltliches Programm sehen, eine Tradition oder ein Gemeinschaft, die Gabe des Herrn aber gering schätzen oder nicht an sie glauben, dann geht nicht nur etwas Großes an uns vorbei. Wir rechnen dann mit unserem ewigen Tod. Paulus mahnt uns, mit seiner und unserer Auferstehung zu rechnen: »Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus Hoffnung haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.« (1. Korinther 15,19).

Freitag, 8. April 2016

Gelten alte Geschlechterrollen auch für Christen?

Wenn Christus unser Herr ist, dann sind wir mit allen geistlichen Segnungen ausgestattet (Epheser 1,3). Frieden mit Gott. Ewiges Leben. Gotteskindschaft und viele weitere Segnungen hält er für uns bereit. Unabhängig von unserer Herkunft, von Rasse, Nationalität und auch vom Geschlecht. Da gibt es keine Unterschiede mehr. Gelten dann für Christen überhaupt noch die Geschlechterrollen, wie wir sie im Alten Testament finden? Oder müssten dann gerade die Christen Vorreiter des Gender-Mainstreaming sein? Paulus schreibt zu dieser Frage, etwa in 1. Korinther 11,1-16. Der Abschnitt lässt uns darüber nachdenken, ob wir die Bibel auch heute noch als Gottes Wort anerkennen (können). Dass das Thema aber schon damals kontrovers war, das zeigt der letzte Satz von Paulus: »Wenn es aber jemand gut dünkt, streitsüchtig zu sein, so haben wir solche Gewohnheit nicht, noch die Versammlungen Gottes.« (V. 16). Als Christen geht uns Gender und Geschlechtergerechtigkeit etwas an - aber wir dürfen darüber nicht in Streit geraten!